Vier Steine

"Freunde! Legt euren Taten vier Steine zugrunde. Erstens, die Verehrung der Hierarchie. Zweitens, das Bewusstsein der Einheit. Drittens, das Bewusstsein der Entsprechung. Viertens, die Anwendung des Kanons "Mit deinem Herrn."
Zur Bekräftigung des ersten Steines erwecket eure ganze Liebe. Denkt an das schönste Lächeln aus eurer Kindheit, an die leuchtendsten Sonnenstrahlen und an das erste Lied des Vogels, das ihr am Fenster vernommen habt.
Zum zweiten legt die Waffen des Tages an, rüstet euch für eure Taten und erfrischt euren Geist mit einem Schluck gesunden Wassers.
Zum dritten wählt in eurem Arbeitszimmer die längste senkrechte Linie und betrachtet sie als Maßstab für den Plan. Messet eure ganze Unzufriedenheit, Gereiztheit und Schwäche in Gedanken am Maß des Weltenplanes und achtet, ob ihr nicht eine kleine Stelle für eingebildete Stimmungen findet.
Zum vierten stellt euch die Unbegrenztheit der Sternenwelt vor. Wahrhaftig, in Gott sind viele Häuser; welches von ihnen werdet ihr beschmutzen? Denkt an den gegebenen Kanon und stellt euch vor, wie ihr aus einem verschlossenen Haus ans Licht gelangt. So werdet ihr alles erhalten, dessen ihr bedürft.
Zeichnet auf den ersten Stein eine Taube, auf den zweiten einen Krieger, auf den dritten eine Säule, auf den vierten eine Sonne."

Blätter des Gartens M. 1925 [Erleuchtung], 2.9.9. [234.]